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Legasthenie/Dyskalkulie

Kontaktlehrer für Legasthenie an der Schule: Frau Mag. Grün

Kontaktperson für Legasthenie Elternverein: Frau Bettina Schmidt

Legastenja (serbokoratisch)

Was ist Legasthenie?

Was ist Dyskalkulie?

Wie kann man Legasthenie/Dyskalkulie erkennen?

Was sind die Ursachen?

Ist Legasthenie und Lese- Rechtschreibschwäche (LRS) das Gleiche?

Wann kann man Legasthenie/Dyskalkulie feststellen?

Wer stellt Legasthenie/Dyskalkulie fest?

weiterführende Internetadressen

Was ist Legasthenie?

Als Legasthenie bezeichnet man die Problematik, wenn es bei offensichtlich intelligenten Kindern zu einer Diskrepanz zwischen ihren allgemeinen Leistungen und den Leistungen, die sie im Schreib-/Lesebereich erbringen, kommt, welche biogenetische Ursachen hat.

Was ist Dyskalkulie?

Als Dyskalkulie bezeichnet man Schwierigkeiten im Umgang mit Zahlen, Zahlenräumen und Grundrechenoperationen. Die Verursachung liegt noch weitgehend im Ungewissen, weil sich die Forschung noch nicht sehr lange mit dieser Problematik beschäftigt. Man nimmt aber an, dass diese ähnliche Ursachen wie die der Legasthenie hat.

Wann kann man als Laie eine Legasthenie/Dyskalkulie vermuten und wie kann man sie erkennen?

Kommt es bei offensichtlich intelligenten Kindern völlig unerwartet zu Schwierigkeiten beim Erlernen des Schreibens, Lesens und/oder Rechnens, so sollte man auch eine mögliche Legasthenie/Dyskalkulie in Betracht ziehen und sollte vorerst Beobachtungen tätigen. Grundsätzlich zeigt sich bei legasthenen/dyskalkulen Kindern eine auffällige zeitweise Unaufmerksamkeit, wenn sie schreiben, lesen oder rechnen, also mit Buchstaben oder Zahlen in Verbindung kommen, bei sonst guter Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit anderen Tätigkeiten, und es werden insgesamt allerlei Schwierigkeiten mit Buchstaben, Wörtern oder Zahlen beobachtet.

Was sind die Ursachen einer Legasthenie?

Neuere Forschungen weisen darauf hin, dass eine Legasthenie zu einem großen Teil biogenetisch bedingt ist. Bisher wurden sechs Regionen auf dem Chromosomen 1,2,3,6,15 und 18 identifiziert, die die Lese- und Rechtschreibfähigkeit indirekt beeinflussen. Diese Erbinformationen, welche differente Sinneswahrnehmungen verursachen, machen legasthenen Menschen Probleme beim Erlernen des Schreibens, Lesens und Rechnens. Es ist sehr wichtig, ein Ursachenverständnis zu entwickeln und zu erkennen, welche Bedeutung Zusatzfaktoren haben können und wie sie die Primärlegasthenie mit beeinflussen.

Ist Legasthenie und Lese- Rechtschreibschwäche (LRS) das Gleiche?

Es gibt verschiedene Gründe, die zu Problemen beim Schreiben und Lesen führen, deshalb muss man auch verschiedene Arten und Formen unterscheiden. Bei einer Legasthenie, auch spezielle LRS genannt, handelt es sich um eine biogenetische Anlage im Menschen, die ein Leben lang vorhanden ist und lediglich durch ein spezielles Training im Schreib- und Lesebereich zu Erfolgen führt. Dagegen ist die LRS eine erworbene, zumeinst auch vorübergehende Problematik, die durch psychische oder physische Ereignisse hervorgerufen werden kann.
Die Unterscheidung der Legasthenie und der LRS ist deshalb von größter Wichtigkeit, weil die Förderungen und Interventionen, die in beiden Bereichen stattfinden sollten, unterschiedlich sein müssen. Bei der Förderung eines legasthenen Menschen genügt es nicht, nur im Schreib- und Lesebereich zu arbeiten, sonder man muss unbedingt auch Interventionen zur Schärfung der Sinneswahrnehmungen – die man für das Schreiben, Lesen und Rechnen benötigt – und auch eine Verbesserung der Aufmerksamkeit – das Zusammenführen des Denkens und Handelns – anstreben. Beim LRS-Kind genügt es zumeist, wenn die Ereignisse, welche die LRS hervorgerufen haben, in geregelte Bahnen geleitet worden sind und ein ausgiebiges Training im Symptombereich stattfindet, damit sich Verbesserungen einstellen.


Wann kann man eine Legasthenie/Dyskalkulie feststellen?

Der früheste Zeitpunkt dafür liegt in der zweiten Hälfte der ersten Schulstufe. Das Kind muss sich schon ausreichend mit Buchstaben und Zahlen auseinandergesetzt haben. Im Vorschulalter kann man zwar differente Sinneswahrnehmungen durch Testverfahren feststellen. Diese müssen aber nicht zwingend eine Legasthenie/Dyskalkulie nach sich ziehen.


Wer stellt eine Legasthenie/Dyskalkulie fest?

Legastheniespezialisten, wie diplomierte Legasthenietrainer, können auf pädagogischer Ebene anhand eines Testverfahrens (AFS-Test) eine eventuell vorliegende Legasthenie/LRS/Dyskalkulie feststellen. Auch muss unbedingt eine Anamnese gemacht werden. Sollten sich dabei Verdachtsmomente auf Sekundärproblematiken ergeben, so sind Fachleute aus den Bereichen der Medizin, der Psychologie, etc. bei zu ziehen. Speziell Hör- und Sehtests haben sich bewährt, weil man dadurch körperlich bedingte Probleme in diesen Bereichen mit Sicherheit ausschließen kann.


weiterführende Internetadressen:

http://www.legasthenie.com http://www.legasthenie.at
http://www.legasthenietrainer.at http://www.dyslexia.at







Quelle: Auszug aus der Zeitschrift „Austrian Legasthenie/Dyslexia News“ Jahrgang 8, Ausgabe 1 / 2, 28. Mai 2004
Die Daten wurden zur Verfügung gestellt von Bettina Schmidt, Lern-coach, Diplomierte Legasthenietrainerin® des EÖDL,
Diplomierte ADHD-Therapeutin des Qualitätszirkels Legasthenie